JaBa-Tales

Geschichten, die Flügel verleihen

Der Anker unseres Lebens

Wir alle sind von ihnen tagtäglich umgeben, ohne es überhaupt zu bemerken. Sei es der selbe Weg zur Arbeit oder der eine Glücksbringer, der mit dem goldenen Kleeblatt, für die Klausur. Ich selbst kenne Rituale vom Basketball nur zu gut. Zwei Mal dribbeln, vielleicht einmal tief durchatmen, bevor der Ball im Korb versenkt wird. Rituale sind wie ein Anker, der uns am Leben festhält. Fehlt er, reicht eine einzige Welle aus, um das Schiff zum schwanken zu bringen. Wir Menschen benötigen einen gewissen Leitfaden, der uns durch die schwierigsten Situationen begleitet. Man muss es sich wie den Kompass eines Entdeckers vorstellen, der ihm sicher den Weg zum Tempel zeigt. Man könnte also zwar ohne Rituale leben, jedoch würde es uns um einiges schwerer machen. Doch warum ist das eigentlich so? Warum halten wir uns an diesen kleinen Dingen so sehr fest, obwohl wir wissen, dass sie nur eine Illusion sind? Die Verhaltenswissenschaftlerin Francesca Gino meint, Rituale seien essentiell um Menschen ein gewisses Gefühl der Kontrolle zurückzugeben. Ein Gefühl, welches in den letzten Jahren leider immer seltener geworden ist. Egal wie albern ein Ritual also sein mag, es kann deinen gesamten Tag zum Guten wenden. Auch historisch gesehen, hat das ganze einen tieferen Sinn. So können Rituale beispielsweise die Gemeinschaft stärken und dem Einzelnen dadurch das Gefühl geben, Teil von etwas Größerem zu sein. Sei es beim familiärem Weihnachtsessen oder beim Gottesdienst in der Kirche. Vielleicht braucht der Mensch Rituale nicht, weil sie die Welt verändern, sondern weil sie uns verändern. Weil sie aus gewöhnlichen Momenten Bedeutung machen und uns daran erinnern, dass wir nicht einfach nur existieren, sondern leben. Also, wenn ihr demnächst zur Arbeit oder zur Schule fahrt, nehmt euch die Zeit um die Tasse Kaffee zu trinken, einmal tief durchzuatmen und den Vögeln beim zwitschern zu lauschen. Denn selbst das Gewöhnliche kann heilig werden.

You need to nerd out!

Und plötzlich erschuf ich Welten, die selbst die besten Regisseure nicht an die Leinwand projektzieren können. Welten, in die ich mich hineinbegeben kann, wann immer ich will. Nichts auf der Welt hat mich jemals so sehr fasziniert wie das Lesen von Büchern. Ist es nicht verrückt, dass das menschliche Gehirn in der Lage ist aus einem einzigen, wirren Buchstabensalat ganze Universen zu schaffen? Beschreibt man zwei Personen ein und dieselbe Gestalt, können dennoch komplett unterschiedliche Ergebnisse entstehen. Vielleicht trägt die Figur bei dem einen einen braunen, frischgewaschen Sakko, während der andere eher an etwas mehr Farbe, vielleicht sogar ein bisschen mehr Unvollkommenheit gedacht hat. Hier und da ein bisschen Dreck oder eine Naht, die nicht ganz zugehen wollte. Dennoch sind beide Ergebnisse richtig. Sollte dies nicht schon genügen, um die pure Faszination für unser Gehirn zu wecken? Wie ist es möglich, das ein Fleischklumpen, der zu 75% aus Wasser besteht, dazu fähig ist zum Mond zu reisen? Wie ist es möglich, dass dieses Gewirr aus Nerven und Blut dazu in der Lage ist, sich für eine Sache so sehr zu begeistern, dass es seine gesamte Personalität wird? Auf der Comic-Con beispielsweise sind lauter dieser Personen. Menschen die Filme, Serien oder Bücher in ihrem Leben haben, für die sie jeden Morgen, voller Erwartungen auf die nächste Ausgabe, aufstehen. Und da frage ich mich, wo ist diese Begeisterung geblieben? Wo sind die Welten in unseren Köpfen geblieben, die einst als Rückzugsort dienen sollten? Wir Menschen haben die Fähigkeit verloren zu erschaffen. Früher gab es Nerds, die in einem bestimmten Themenbereich mehr wussten, als die Autoren selbst. Heutzutage bestimmen Social Media und KI unseren Alltag, wie das Schlagen einer alten Pendeluhr, die uns langsam aber bestimmt in den Schlaf geleitet. Ein Schlaf, der für die Menschheit das Ende bedeuten würde. Denn was wären wir ohne die kreativen Köpfe unserer Lieblings Filmreihe? Was wären wir ohne die pure Faszination, die unser Leben erst so lebenswert macht?

Twerken ist die Sprache des Tierreichs

Wenn man versucht Tiere mit Sprache in Verbindung zu bringen, denken die meisten wahrscheinlich an das Grunzen eines Schweins, an das Bellen eines Hundes oder vielleicht auch an den nervigen Papagei der dir andauernd alles nachplappert. Der Papagei Alex konnte sogar 100 Wörter verstehen und richtig anwenden. Also haben nicht nur wir Menschen hunderte Sprachen, mit denen wir uns verständigen können, sondern auch das Tierreich wurde mit der Fähigkeit zu kommunizieren gesegnet. Dabei spielt der Mund oder das Maul nicht immer eine Rolle. So ist das auch bei der Honigbiene die einen eingeübten Schwänzeltanz präsentiert, um Artgenossen die Richtung und Entfernung von Futterquellen mitzuteilen. Und wer dachte, dass nur wir Menschen Personen oder Tieren Namen geben hat die Rechnung ohne den Elefanten gemacht. Bei wilden Arten wurde festgestellt, das sie tatsächlich individuelle Rufe verwenden, um sich gegenseitig anzusprechen. Auch Delfine haben sich diese seltene Art von Kommunikation angeeignet. Sie verwenden sogenannte „Signature Whistles“ um sich zu identifizieren. Der Mensch ist jedoch das einzige Lebewesen auf dem Planeten Erde, das fähig ist mehrere komplexe Sprachen innerhalb einiger Jahre sich anzueignen und zu lernen. Sie waren es, die primitive Höhlenmalereien und einsilbige Laute in ein ausgeklügeltes Sprachsystem mit unendlich vielen Schriftzeichen verwandelt haben.

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